Selbstbraeuner

Selbstbräuner

Noch zu Beginn des vorigen Jahrhunderts galt Blässe als vornehm, heute gilt die leicht gebräunte Haut als Schönheitsideal, vermittelt sie doch den Eindruck von Jugend und Gesundheit. Aber die Warnungen der Hautärzte vor zu vielen Sonnenbädern sind berechtigt. Der Zusammenhang zwischen irreparablen Hautschäden, vorzeitiger Hautalterung, steigender Hautkrebsrate und dem Einfluss der UV-Strahlung ist wissenschaftlich belegt. Muss man nun zu Gunsten der Gesundheit auf die begehrte Bräune verzichten? Keineswegs, denn der Kosmetikindustrie ist es gelungen, Selbstbräuner zu entwickeln, die der Haut zu der gewünschten Bräune verhelfen.

Die Wirkungsweise der Selbstbräuner

Aber wie funktionieren diese Selbstbräuner? Der wichtigste Bestandteil dieser Cremes oder Lotionen ist der Wirkstoff Dihydroxyaceton, kurz DHA genannt. Die Substanz mit dem Zungenbrechernamen gehört zur chemischen Gruppe der Zucker und kommt auch in der Natur und sogar im menschlichen Körper vor. Das DHA reagiert nach dem Auftragen der Creme mit den Proteinen, also den Eiweißen und den Aminosäuren der Hornhaut und färbt sie braun, ein völlig natürlicher und keineswegs gesundheitsschädlicher Vorgang. Deshalb bieten Selbstbräuner auch keinen Sonnenschutz, denn die Bräunung findet nur in der obersten Schicht der Haut statt, die UV-Strahlen dringen aber viel tiefer ein. Da die Zellen der Hornhaut nach und nach abgestoßen werden, bleibt die Bräune nur maximal fünf bis zehn Tage erhalten, aber man kann den Selbstbräuner immer wieder anwenden.
Die Hornhautschicht enthält keine lebenden Zellen mehr, deshalb sind auch bei langfristiger Anwendung keine Langzeitschäden zu erwarten. Je höher der Anteil des DHA im Selbstbräuner ist und je öfter sie angewendet wird, umso intensiver fällt die Tönung aus. So kann man den Bräunungsgrad ganz individuell dem eigenen Typ anpassen, vom zarten Mandelbraun bis zur satten Urlaubsbräune.

Die Richte Anwendung von Selbstbräuner

Aber auch die Stärke der Hornhautschicht spielt eine Rolle, zum Beispiel an den Knien und den Ellbogen und natürlich an den Fersen ist sie dicker, diese Stellen werden also auch stärker gebräunt. So kann leicht ein fleckiger Eindruck entstehen. Empfehlenswert ist deshalb ein Peeling vor der Anwendung von Selbstbräuner. Ellbogen und Knie lassen sich mit einer Körperlotion schützen, die den Selbstbräuner sozusagen verdünnt. Fersen, Fußsohlen und Handteller lässt man am besten ganz aus. Vorsicht ist auch beim Haar und den Augenbrauen geboten, sonst entsteht ein unschöner Gelbstich.

Obwohl die Anwendung der Selbstbräuner schon seit langen als gesundheitlich unbedenklich gilt, gibt es Menschen, die auf die verschiedenen Inhaltsstoffe allergisch reagieren. Das muss nicht unbedingt das DHA sein, auch beigefügte Pflegestoffe oder Duftstoffe können Allergien auslösen. Oft hilft schon ein Wechsel des Präparats, mittlerweile stehen sehr viele Selbstbräuner als Cremes, Lotionen und Sprays zur Verfügung. Modernen Selbstbräunern sind meist Pflegestoffe, wie Öle oder Feuchthaltefaktoren zugesetzt, die auf den Hauttyp abgestimmt sind und die Haut gleichzeitig pflegen.

Apropos Pflege: Vergessen Sie die Handpflege nicht. Wenn Sie Ihren gewünschten Teint  haben, ist ein guter Zeitpunkt um über eine Nagelmodellage
oder eine Maniküre nachzudenken.
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